SPD Rees PM kulturpolitischer Sprecher SPD-Landtagsfraktion zu Gast in Haldern

Foto: Christoph Buckstegen (v.l.n.r.: Hans Beenen, Andreas Bialas MdL, Bodo Wi├čen und Peter Kerschgens)

Der Wuppertaler Landtagsabgeordnete und kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion NRW, Andreas Bialas MdL, war jetzt auf Einladung von B├╝rgermeisterkandidat Bodo Wi├čen im Lindendorf Haldern zu Gast.

Auf dem Programm standen ein Besuch des Kunst-Archivs von Peter Kerschgens sowie ein Gespr├Ąch mit Stefan Reichmann, dem Macher und kreativen Kopf des Haldern Pop. Der Profi-Fotograf Christoph Buckstegen und der Kulturausschuss-Vorsitzende im Stadtrat Rees, Hans Beenen (SPD), waren ebenfalls dabei.

ÔÇ×Vor einiger Zeit hatte ich Peter Kerschgens im Zug auf der Fahrt von D├╝sseldorf nach Haldern getroffen und er hat mir von seinem Kunst-Archiv erz├Ąhlt. Ich fand, das sollte auch mal auf der Landesebene bekannt werdenÔÇť, so Wi├čen, der mit Bialas im SPD-Regionalvorstand Niederrhein sitzt.

Peter Kerschgens f├╝hrte nach einem Gespr├Ąch bei Kaffee und Sahnebonbons seine G├Ąste durch sein markantes wei├čes Haus in der Lindenstra├če. Bis zur Decke sind dort die Kisten mit 310.000 Einladungskarten, 40.000 B├╝chern ungez├Ąhlten B├Âgen, Bl├Ąttern, Bildern, Heften, Grafiken, Skizzen, Schubern mit Zeitungsausschnitten, Aufs├Ątzen und Fotos gestapelt. An den W├Ąnden finden sich afrikanische Masken. Die Bandbreite ist enorm und l├Ąsst weder eine thematische noch zeitliche Eingrenzung zu. Eine wahre Fundgrube f├╝r Kunstbegeisterte. Wichtig ist dem Kunst-Enthusiasten und ehemaligen Sonderschullehrer Kerschgens, dass auch diejenigen K├╝nstlerinnen und K├╝nstler, die nicht das Licht einer gr├Â├čeren ├ľffentlichkeit erlangt haben, bei ihm einen Platz finden.

Keine hundert Meter entfernt, ebenfalls in der Lindenstra├če, befindet sich die Haldern Pop Bar. W├Ąhrend leider seit einigen Jahren allerorten ein Kneipensterben zu beklagen ist, haben hier Stefan Reichmann und sein Team einer traditionsreichen Gastst├Ątte wieder Leben eingehaucht. Man darf annehmen, dass die schon lange verstorbenen Eigent├╝merinnen Cilja und Mia Koopmann ihre Freude am heutigen Treff f├╝r Jung und Alt gehabt h├Ątten, zumal die ├ťberf├╝hrung in eine neue Zeit architektonisch behutsam erfolgt ist. Ab und an spielen Bands auf einer kleinen B├╝hne. Corona-bedingt ist das im Moment nicht m├Âglich. Immerhin konnte Haldern Pop vor Kurzem ein Kopfh├Ârerkonzert auf dem Marktplatz anbieten.

Deutlich gr├Â├čer ist die B├╝hne, die das Haldern Pop bei dem ber├╝hmten Haldern Pop Festival aufbauen l├Ąsst. Bis zu 80 Bands an so unterschiedlichen Spielorten wie der Hauptb├╝hne auf dem Reitplatz an der Lohstra├če, dem Jugendheim und der katholischen Kirche treten auf. Die Zuschauerzahl ist auf 7.000 begrenzt. So soll es auch bleiben, damit es auch weiterhin gem├╝tlich bleibt. Au├čerdem lebt das Festival von ehrenamtlicher Arbeit, die bei einer gr├Â├čeren Zuschauerzahl an ihre Grenzen sto├čen w├╝rde.

Kulturausschussvorsitzender Hans Beenen berichtete dem Kulturpolitiker Bialas auch ├╝ber das sonstige kulturelle Leben in Rees und weiteren Ortsteilen, so etwa von der Stadtb├╝cherei, den vielen Veranstaltungen im B├╝rgerhaus, der Dorfb├╝hne Mehr, den Spielmannsz├╝gen, den Haldern Strings sowie den Ch├Âren.

Andreas Bialas zeigte sich tief beeindruckt vom lebendigen Kulturleben in Rees und den Ortsteilen. Dass trotz allem Optimismus, die Corona-Krise existenzbedrohend sein kann, zeigte der Anschlusstermin des kulturpolitischen Sprechers, der zum Landtag fahren musste, um dort ├╝ber Soforthilfen unter anderem f├╝r K├╝nstlerinnen und K├╝nstler zu beraten.

Freundliche Gr├╝├če
Bodo Wi├čen
B├╝rgermeisterkandidat f├╝r Rees
stellv. Vorsitzender SPD Kreis Kleve