SPD-Kreistagsfraktion fragt Landrat Spreen nach Einzelheiten zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung bei Corona

In einer Videoschaltkonferenz der SPD-Kreistagsfraktion am vergangenen Montag ging es neben aktuellen Themen und coronabedingten organisatorischen Vorbereitungen um die Frage des kurzfristigen Aufbaus zusÀtzlicher PersonalkapazitÀten beim Kreisgesundheitsamt.

Die GesundheitsĂ€mter sollen nach dem Willen der Regierungschefs von Bund und LĂ€ndern zur EindĂ€mmung der COVID-19-Epedemie zusĂ€tzliche PersonalkapazitĂ€ten schaffen. Und zwar je 20.000 Einwohner*innen mindestens ein Team von fĂŒnf Personen, um eine vollstĂ€ndige Kontaktnachverfolgung von Getesteten zu gewĂ€hrleisten und die Betroffenen professionell zu betreuen.

Das sind fĂŒr das Gesundheitsamt des Kreises Kleve rund 15 Teams, also mindestens 75 zusĂ€tzliche Mitarbeiter*innen.

Die SPD-Kreistagsfraktion möchte nun gerne wissen, wie die Kreisverwaltung den Aufbau dieser geforderten Teamstruktur plant.

SPD-Fraktionsvorsitzender JĂŒrgen Franken möchte wissen, wie viele Mitarbeiter*innen derzeit schon im Gesundheitsamt mit dem Schwerpunkt Kontaktnachverfolgung arbeiten. Er will auch wissen, woran es liegt, dass der Kreis Kleve es einem Medienbericht zufolge nach eigenen Aussagen bisher nicht geschafft hat, alle getesteten Personen ĂŒber das positive oder negative Testergebnis zu informieren.

Thorsten Rupp, Mitglied im Ausschuss Gesundheit und Soziales fragt: Welche Fachbereiche der Kreisverwaltung oder anderer Verwaltungen unterstĂŒtzen das Gesundheitsamt bei der Erledigung der vielfĂ€ltigen Aufgaben in dieser Krise? Und ist geplant auch andere Behörden z.B. die Kommunen anzusprechen?

„Wie viele Mitarbeiter*innen haben im Dezember 2019 im Fachbereich Gesundheit gearbeitet und wie viele davon hatten einen humanmedizinischen Hintergrund?“, fragt Gerd Engler, Gesundheitsexperte der SPD-Kreistagsfraktion.

Ihm ist sehr wichtig, dass auch nach Corona der systemrelevante Bereich Gesundheitsamt dauerhaft personell verstÀrkt wird bzw. bleibt.