AG SPD 60 plus Kreis Kleve

AG SPD 60 plus-Bundesvorsitzender Lothar Binding MdB zu Gast in Kerken

AG SPD 60 plus-Bundesvorsitzender Lothar Binding MdB zu Gast in Kerken
KREIS KLEVE / KERKEN. Eigentlich war der Ort der Mitgliederversammlung der  Arbeitsgemeinschaft SPD 60-plus im Kreis Kleve falsch gewĂ€hlt. Denn wie der SPD-Vorsitzende von Kerken, Markus Pakulat, bei seiner BegrĂŒĂŸung im Landgasthaus Wolters berichtete, ist die politische Gemeinde Kerken gerade 50 Jahre alt geworden und damit zehn Jahre jĂŒnger als das nominelle Eintrittsalter bei der AG 60 plus in der SPD.
Alles richtig gemacht hatte Kreisvorsitzender Heinz Boskamp bei der Auswahl des Ehrengastes. Immerhin ist Lothar Binding der Bundesvorsitzende der Seniorinnen und Senioren in der SPD. DarĂŒber hinaus ist er Bundestagsabgeordneter und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Vom Landesvorstand kam Wilhelm Meincke und der Regionalvorstand war mit dem Wilhelm Trippe vertreten. Auch der Ehrenvorsitzende der AG SPD 60 plus Kreis Kleve, Hans Dietze sowie der Vize-Vorsitzende der Kreis Klever SPD, Bodo Wißen, wurden von Heinz Boskamp besonders begrĂŒĂŸt.
„Gute Politik fĂŒr Seniorinnen und Senioren ist auch gute Politik fĂŒr Familien!“ begann Binding seine Rede. „Die Menschen werden Ă€lter und bleiben lange fit. Deshalb kĂŒmmern wir in der AG 60 plus uns schon lange um Themen, die nicht nur fĂŒr die Gruppe der Älteren interessant sind.
Der Finanzpolitiker warb fĂŒr das Konzept der SPD zur WiedereinfĂŒhrung der Vermögenssteuer. Es gĂ€be 1,2 MillionĂ€re in Deutschland, nur zehn Prozent der deutschen Bevölkerung verfĂŒgten ĂŒber zwei Drittel des Vermögens, 80 Prozent dieses Vermögens seien vererbt, mithin nicht durch eigene Lebensleistung erworben. Leider stĂŒnden die Chancen der WiedereinfĂŒhrung der Vermögenssteuer schlecht, weil sich dabei die CDU und CSU verweigerten, so Binding, der auch Mitglied einer entsprechenden Kommission ist.
Trotzdem will Binding an der Großen Koalition festhalten. Zumindest die SPD habe da gute Arbeit abgeliefert. Menschen mit weniger als 1.300 Euro Einkommen im Monat mĂŒssten kĂŒnftig weniger Abgaben zahlen, Familienministerin Franziska Giffey habe mit dem „Starke-Familien-Gesetz“ und dem „Gute-Kita-Gesetz“ viel erreicht, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Immerhin gĂ€be es bald 13.000 zusĂ€tzliche Stellen fĂŒr PflegekrĂ€fte und als Mietervereinsvorsitzender von Heidelberg und Umgebung ist er auch von den wohnungspolitischen Initiativen seiner Partei ĂŒberzeugt.
Mit der Grundrente, einer ErwerbstĂ€tigenversicherung, dem Berufsbildungsgesetz, einer weiteren Pflegereform, der Umsetzung des „Kohle-Kompromisses“ sowie mit einem Klimaschutzgesetz, benennt der Bundestagsabgeordnete einige Baustellen der „GroKo“, deren Bestand er sich auch nach der Abstimmung in der SPD erhofft.
Freundliche GrĂŒĂŸe
Bodo Wißen