Tausende Kinder am Niederrhein erhalten mehr Geld

Die Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks stellt Verbesserungen aus dem „Starke-Familien-Gesetz“ vor

Barbara Hendricks, die SPD-Bundestagsabgeordnete des Kreises Kleve, wirbt f├╝r das Bildungs- und Teilhabepaket, das im Rahmen des „Starke-Familien-Gesetzes“ ab dem 1. August 2019 Leistungen f├╝r Kinder aus bed├╝rftigen Familien verbessert. Deutschlandweit werden knapp vier Millionen Kinder aus einkommensschwachen Familien davon profitieren.

Bisher bekommen Sch├╝ler aus einkommensschwachen Familien j├Ąhrlich rund 100 Euro aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Sie k├Ânnen sich davon Stifte, Schulranzen, Hefte oder auch eine Lern-App kaufen. „In Kleve erhalten das Geld derzeit rund 3600 Kinder“, so Barbara Hendricks. Dank der Neuausrichtung des Bildungs- und Teilhabepakets wird dieser Personenkreis ab dem kommenden Schuljahr mit 150 Euro unterst├╝tzt – 100 Euro werden zum Schulbeginn ausgezahlt, 50 Euro folgen im Februar beim Start des zweiten Schulhalbjahres. Anspruchsberechtigt sind alle Kinder aus Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen. Gleiches gilt auch f├╝r Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler, deren Eltern den zum 1. Juli auf bis zu 185 Euro erh├Âhten Kinderzuschlag erhalten.

Eine weitere lang erk├Ąmpfte Errungenschaft: K├╝nftig gibt es in Schulen und Kitas f├╝r alle anspruchsberechtigten Kinder ein kostenloses warmes Mittagessen. Bisher mussten die Eltern einen Eigenanteil beisteuern. Laut Barbara Hendricks profitieren im Kreis Kleve nach derzeitigem Stand rund 570 Kinder.

Sinnvolle ├änderungen gibt es f├╝r Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler aus bed├╝rftigen Familien auch bei der Nachhilfe. Ab dem 1. August k├Ânnen Eltern eine Kosten├╝bernahme f├╝r Lernf├Ârderung nicht erst dann beantragen, wenn ihr Kind akut versetzungsgef├Ąhrdet ist. „Sie erhalten bereits Geld, sobald erste Schwierigkeiten auftauchen und es beispielsweise einfach nur darum geht, die Schulnote ihres Kindes von einer Vier auf eine Drei zu verbessern“, verspricht Barbara Hendricks.

Schlie├člich sieht das Gesetz von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey deutliche Verbesserungen bei der Sch├╝lerbef├Ârderung vor. Zum einen werden bed├╝rftigen Kindern bei Tagesausfl├╝gen ihrer Schule oder Tagesst├Ątte die Fahrkosten komplett erstattet. Zum anderen entf├Ąllt f├╝r sie der bisherige Eigenanteil von f├╝nf Euro f├╝r eine Monatskarte des ├ľffentlichen Nahverkehrs. Das gilt auch f├╝r deren Nutzung au├čerhalb des Schulverkehrs – beispielweise f├╝r Fahrten zu Freunden oder zum Sportverein. „Wir wollen verhindern, dass Kinder vom sozialen Leben ausgeschlossen sind“, sagt Barbara Hendricks.

Wichtig ist es, dass Eltern die Leistungen f├╝r ihre Kinder auch tats├Ąchlich beantragen. In der Vergangenheit ist das h├Ąufig nicht geschehen, da das Antragsverfahren nicht immer einfach genug war. „Viele Eltern waren damit schlichtweg ├╝berfordert“, wei├č auch Barbara Hendricks: „Deshalb haben wir das Verfahren deutlich entschlackt und vereinfacht: Gesonderte Antr├Ąge f├╝r Schulausfl├╝ge, Sch├╝lerbef├Ârderung, das gemeinschaftliche Mittagessen und Teilhabeleistungen fallen weg.“