Mo

31

Okt

2011

Brief an den Präsidenten des Eisenbahnbundesamtes

Sehr geehrter Herr Präsident,

 

unsere Gemeinde Rees liegt an der Bahnstrecke Oberhausen – Emmerich und ist mit seinen Ortsteilen Haldern, Empel und Millingen besonders von dem zunehmenden Schienenverkehr auf dieser Strecke betroffen.

 

Neben Lärm aus dem rollenden Rad sind wir als Gemeinde von langen Schrankenschließzeiten in unserem täglichen Leben massiv behindert.

So kommt es vor, dass besonders in Haldern bei haltenden Zügen und Güterzugverkehr in der Gegenrichtung die Schranken in ungünstigen Fällen bis zu 15 Minuten geschlossen sind.

 

Diese lange Schließzeit führt zum einen zu einem Rückstau der Kfz bis weit in den Stadtteil und zum anderen zu einem Rückstau in die angrenzende Bundesstraße 8.

 

Die derzeit eingebauten Halbschranken verleiten auch manchen Verkehrsteilnehmer unter hohem Gefahrenpotential die Schranken zu umgehen. Der Bahnübergang an der Bahnhofsstraße in Haldern ist darüber hinaus der einzige Zugang zu unserer Sportanlage und wird von Kindern häufig frequentiert.

 

Wir möchten Sie daher bitten prüfen zu lassen ob die eingebauten Halbschranken nicht gegen Vollschranken ersetzt werden können und ob die Schrankenschließzeiten durch eine Abstimmung des Verkehres auf der Schiene reduziert werden können.

Eine Verringerung der Schrankenschließzeiten wäre aus unserer Sicht auch dann möglich wenn der westliche Bahnsteig Richtung Oberhausen über den Bahnübergang in südlicher Richtung verlegt würde.

 

In der letzten Zeit haben wir durch Beobachtung den Eindruck, dass die Züge sich besonders langsam dem Bahnübergang nähern. Ob eingebaute Langsamfahrstellen dafür der Grund sind ist uns unbekannt.

 

Wir wollen Sie jedoch bitten dafür Sorge zu tragen, dass die Züge mit ihrer zulässigen Streckengeschwindigkeit den Bahnübergang befahren um die Schließzeiten dadurch zu verringern.

 

Mit großer Sorge sehen wir der Entwicklung des Schienenverkehres bei der Inbetriebnahme der Blockverdichtung entgegen. Die dadurch mögliche Zunahme des Schienenverkehres führt zwangsläufig zu noch größeren Schließungen der Schranken.

Unsere Gemeinde kann dies, auch im Interesse unserer Gewerbetreibenden, nicht länger verkraften.

 

Wir möchten Sie daher auch bitten die geplanten Ersatzmaßnahmen so schnell als möglich zu realisieren und einer Zunahme des Schienenverkehres bis zur Lösung des Problems zu widersprechen.

 

 

 

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O-Ton

"Die Baumpflanzaktion der Stadt ist zu begrüßen. Dass aber 50 Prozent Schwarzpappeln gepflanzt werden und keine Rotbuchen, kann als botanischer Angriff auf die Sozialdemokratie gesehen werden"

Peter Friedman, Fraktionsvorsitzender, auf der SPD-Mitgliederversammlung