Mi
05
Jan
2011
Der Ortsvereinsvorsitzende Harry Schulz hält wenig von einem Ausstieg der Stadt Rees aus der NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH (NFN). Solch ein Schritt muss gut überlegt sein, denn die Stadt Rees würde nicht nur 3000 Euro im Jahr sparen, sondern sie verzichtet dadurch auf immense Vorteile für die Stadt.
Ein ausführlicher Presseartikel dazu erschien am 05.01.2011 in der NRZ.
Im Rat soll entschieden werden, ob ein Verbleib in der NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH noch Sinn macht
Rees. Wenn die Kassen klamm sind, muss jeder Posten durchforstet werden. So auch im städtischen Haushalt. Ob allerdings die Überlegung, aus der NaturFreizeitverbund Niederrein GmbH (NFN) auszusteigen, einen pekuniären Hintergrund hat, wird in einer kommenden Ratssitzung diskutiert und beschieden. Dabei geht es um 3000 Euro im Jahr.
Zum Hintergrund: Die NFN GmbH verfolgt das Ziel, den regionalen Strukturwandel im Sinne einer nachhaltigen, umweltverträglichen Nutzung und Entwicklung der niederrheinischen Kulturlandschaft unter Berücksichtigung der Auskiesungsflächen zu fördern. Dazu wurde ein Strukturkonzept in Auftrag gegeben. Dabei ist ein wichtiger Aspekt, dass der Mensch wieder Zugang zu weiten Teilen der Natur erhält. Miteigentümer der 19-köpfigen Gesellschaft sind die Kommunen Wesel, Hamminkeln und Rees. Ursprünglich war eine Vernetzung der ausgekiesten Wasserflächen durch Kanalsysteme geplant. Derzeit allerdings lassen die Finanzen die Umsetzung dieser Idee kaum zu. Zudem sie nur dann zu verwirklichen ist, wenn sie durch örtliche Auskiesungen gesichert werden.
Was aber nicht heißt, dass die NFN, die kein Projektentwickler sondern quasi Grundlagenforscher ist, nicht auch andere Ideen auf den Weg bringen kann. Man muss ihr nur den nötigen Stoff liefern. Die Stadt Rees fühlt ihre Interessen in der NFN wenig vertreten. Allerdings hat sie auch keine Ideen eingebracht, die die NFN hätte in Angriff nehmen können.
„In der Fraktion haben wir uns noch keine abschließende Meinung gebildet", so SPD-Ortsvereinsvorsitzender Harry Schulz. „Doch ich habe persönlich, auch als Wassersportler Sorge, dass durch den Ausstieg Rees irgendwann mal das Nachsehen hat. Schließlich wollen wir ja den Tourismus fördern, da macht es wenig Sinn, sich als Stadt auszuklinken." Aber sinnvoll sei es auf jeden Fall, so Schulz, dass noch einmal klargestellt wird, was die Stadt Rees für Vorteile hat, wenn sie Gesellschafter der NFN bleibt.
In dem von den Fachbüros ift und Oekoplan erstellten Strukturkonzept fand sich Rees durchaus wieder. Damals mit Marina. Für das Reeser Meer wurde Segeln, Schwimmen, Kanu-, Ruder- und Tauchsport präferiert, ebenso wurde die Wirtschaftlichkeit für einen Hightech-Campingplatz aufgeschlüsselt. „Auch ein Thema, das wir politisch noch nicht diskutiert haben", mahnt Schulz an.
Quelle: NRZ 05.01.2011